Lebenszyklus

Bettwanzen sind Wanzen (Ordnung: Hemiptera = Schnabelkerfe) und gehören zur Familie  der Plattwanzen (Cimicidae). Wie alle anderen Gattungen und Arten dieser Familie ernähren sie sich ausschließlich von Blut. Jedes einzelne Stadium benötigt mindestens eine Blutmahlzeit von einem Wirbeltier (mehrere Arten können als Wirte dienen), um sich weiter entwickeln zu können. Die ausgewachsenen Bettwanzen (Adulten) saugen nach Möglichkeit einmal pro Woche.

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Entwicklungszeit

Die Entwicklungszeit ist stark temperaturabhängig. Unter 13° C hört die  Entwicklung auf. Die Weibchen hören auf Eier zu legen und bereits abgelegte Eier schlüpfen nicht.  Über 36° C  werden wichtige bakterielle Symbionten (die bei der Synthese von Mikronährstoffen helfen) gehemmt, die Folge ist eine verminderte Fruchtbarkeit und Überlebensrate. Zwischen diesen beiden Extremen verringert mit steigender Temperatur die Entwicklungszeit (siehe unten).

Bildschirmfoto 2012-12-21 am 17.07.57

Reproduktionsrate

Weibliche Bettwanzen müssen sich (mindestens) alle 5-6 Wochen paaren können, um ihre volle Fruchtbarkeit zu erhalten. Die natürliche Paarungshäufigkeit liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich darüber.

Die Anzahl der Eier, die ein Weibchen pro Woche legen kann, wird stark von der Temperatur (und individueller Variation) beeinflusst. In einem warmen Raum kann ein einziges Weibchen 15-25 Eier pro Woche ablegen, insgesamt  bis zu 500 im Laufe ihres Lebens. Dies geschieht solange sie kontinuierlich Zugang zu Nahrung hat und eine regelmäßige Befruchtung stattfindet.

 

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