Zertifizierungsvoraussetzungen & Zertifizierungsprozess

Anforderungen für eine Zertifizierung:

Zulassungsvoraussetzungen für Hundeführer

  • Niedrigste und länderspezifische Sicherheitsüberprüfung (z.B. in Deutschland: Polizeiliches Führungszeugnis).
  • Einverständniserklärung zur Veröffentlichung des Namens auf der Website der BBF.

Wesensmerkmale der Hunde

  • Das Mindestalter am Prüfungstag beträgt 15 Monate.
  • Die Identität des Hundes muss zweifelsfrei feststellbar sein.
  • Ein gültiger Impfpass und eine Veterinärbescheinigung über den Gesundheitszustand sind vor der Prüfung vorzulegen. Hierbei sind die individuellen Bestimmungen des Landes einzuhalten.
  • Der Hund muss ein neutrales Verhalten gegenüber zumutbaren Umwelteinflüssen vorweisen.Ein Bettwanzenspürhund kann von zwei Personen geführt werden unter der Voraussetzung, dass jeder Hundeführer eine Prüfung mit dem zuführenden Hund abgelegt hat.

Hunde, welche in einer zweiten Sparte im Spür-Bereich (mit Geruchsträgern) ausgebildet sind, werden nicht zertifiziert. Von dieser Regelung ausgenommen sind Rettungshunde.

Bed Bug Detection Dog Team

  • Ein Team besteht aus einem Hundeführer und einem Hund.
  • Sollte ein Hundeführer seinen zertifizierten Hund an einen anderen Hundeführer übergeben, ist eine erneute Zertifizierung des Teams notwendig.

Kein Hundeführer oder Hund wird separat zertifiziert, dies ist nur als Team möglich!

Die Ausbildung

Es wird empfohlen, die folgenden Themen in der Ausbildung abgedeckt werden, so dass das Team die Zertifizierung kann:

  • Triebförderung im freien Spiel
  • Erste Hilfe am Hund
  • Stoffeingabe
  • Wanzenkunde
  • passives Anzeigeverhalten
  • Grundkenntnisse über das Wesen des Hundes
  • Art der Suche

Zertifizierung

  • Eine Prüfung besteht aus zwei Teilen: Theorie & Praxis
  • Die Prüfung wird von einem von der Bed Bug Foundation zugelassenen Prüfungsrichter abgenommen. Ein Hunde-Trainer kann den Prüfer bei der Prüfung unterstützen, hat aber keine Entscheidungsbefugnis.
  • Starkzwang oder übermäßige Härte am oder um das Prüfungsgelände führen zur sofortigen Disqualifikation. Eine Meldung geht an die BBF und für weitere Maßnahmen gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes im Austragungsland der Prüfung.
  • Die Anzeige des Hundes hat passiv zu erfolgen.

Akzeptable Prüfungsorte

  • Häuser
  • Hotels und Hostels
  • Lager und Bürogebäude
  • Busse und Flugzeuge

Verstecke

  • Die Suchbereiche müssen mindestens 30 Minuten vor Beginn der Suche vorbereitet und bestückt werden.
  • Die Verstecke dürfen keine visuellen Hinweise für Hund und Hundeführer bieten.

Prüfer

  • Der Prüfer entscheidet über den Prüfungsort.
  • Der Prüfer legt die Reihenfolge der Suchlagen fest, ebenso wo diese starten und enden.
  • Der Prüfer muss die gesamte Prüfung beobachten.

Hundeführer

  • Während des Zertifizierungsprozesses wird das Team durch den Prüfer beurteilt, ob die Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer harmonisch abläuft.
  • Der Prüfer schaut sich auch das Verhalten des Hundes auf neutrale Reaktionen durch Umwelteinflüsse an und bewertet, dass der Hund kein unerwünschtes oder aggressives Verhalten an den Tag legt. Wenn es irgendwelche Probleme in diesen Bereichen geben wird, so wird die Prüfung automatisch als nicht bestanden bewertet.
  • Der Hundeführer kann während der Prüfung den Hund ab- und anleinen. Ausrüstung, welche normalerweise in der Ausbildung verwendet wird, wie z.B. Halsband, Brustgeschirr usw. darf während der Prüfung benutzt werden.
  • Der Hundeführer darf während der Prüfung seinen Hund nach Bedarf loben und fördern.

 

Zertifizierung:

Die Zertifizierung setzt sich aus einer schriftlichen, allenfalls mündlichen und einem praktischen Teil zusammen. Es wird immer mit dem schriftlichen Teil begonnen. Von 15 Fragen müssen mindestens 12 Fragen richtig beantwortet werden.

Im Bedarfsfall kann eine Nachprüfung in Form einer mündlichen Prüfung erfolgen. Bleibt die Nachprüfung ohne Erfolg aus, kann die Prüfung nicht fortgesetzt werden.

Die praktische Prüfung beinhaltet mindestens 5 (fünf) Verstecke, eines dieser Verstecke ist eine Dummysuche.

Dummies/Distracters sind z.B.:

  • Ausbildungsmaterial mit toten Bettwanzen,
    (Die Wanzen müssen jedoch mindestens zwei Wochen zuvor verendet sein)
  • leere Suche oder
  • leeres Ausbildungsmaterial

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 3 der 4 bestückten Verstecke gefunden wurden, d.h. nicht mehr als eine Fehlverweisung stattgefunden hat.
Das Anzeigen eines Dummys schließt die Zertifizierung aus!

Dem Prüfer obliegt in den einzelnen Suchlagen die Entscheidung, wie viel Wanzen ausgebracht werden.

  • Mindestmenge =   5 Wanzen pro Versteck
  • Höchstmenge  = 15 Wanzen pro Versteck

Zur Zertifizierung sind ausschließlich Echtstoffe (Wanzen) erlaubt.

Die Anzeige des Hundes muss für den Prüfer offensichtlich sein.

Eine Attrappe wird bei jeder Prüfung platziert. Der Prüfer entscheidet welche Attrappe verwendet wird.

Die Entscheidung zur Frei-oder Leinensuche obliegt dem Hundeführer und kann während der einer Suche geändert werden.

Im Zweifelfall kann der Prüfer eine zusätzliche Suchanlage für ein Team verlangen.

Die Zertifizierung hat eine Gültigkeit von einem Jahr und kann in begründeten Fällen mit schriftlichem Antrag bei der BBF auf 15 Monate verlängert werden.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Zertifizierung wird ein Zertifikat an das Team ausgestellt. Der Hundeführer wird gebeten, ein Pass-Foto von Ihm und seinem Hund (vorzugsweise in einem digitalen Format) an die BBF einzureichen. Diese werden auf dem Ausweis (ID-Karte) aufgenommen.

 

Kosten:

Die Zertifizierungskosten belaufen sich auf 170,00 Euro. Diese beinhalten die Zertifizierung, die ID-Karte und die einjährige Mitgliedschaft für die Bed Bug Foundation. Die Gebühr muss bezahlt werden, wenn das Team für die Zertifizierung angemeldet wird.

Sollte ein Hundeführer mehrere Hunde zertifizieren lassen wollen, belaufen sich die Kosten ab dem 2. Hund auf 65,00Euro.

Neben den Zertifizierungskosten entstehen Kosten für die Teams, um die Reisekosten (Kilometer und Unterkunft) des Prüfers zu decken. Die Kilometerkosten richten sich nach dem aktuellen Stand des jeweiligen Landes.

 

Diese Kosten können reduziert oder vermieden werden, wenn:

  1. die Zertifizierungen bei einer BBF Zertifizierungsveranstaltungen stattfinden,
  2. die Zertifizierung beim Prüfer stattfindet,
  3. die Kosten zwischen mehreren Teams aufgeteilt werden, die sich zum selben Zeitpunkt und am selben Ort zertifizieren lassen.

 

Nichtbestehen der Prüfung:

  • Sollte ein Team die Zertifizierung nicht bestehen, kann es die Prüfung vier Wochen später wiederholen.
  • Sollte die Prüfung erneut nicht bestanden werden, so muss das Team drei Monate warten um zur nächsten Zertifizierung zugelassen zu werden.
  • Die Kosten für eine erneute Zertifizierung belaufen sich auf 65,00 Euro, exklusive Spesen der Funktionäre.

 

Ort der Zertifizierung:

Die Bed Bug Foundation wird ihr Bestes tun, mindestens vier (4) bis sechs (6) Zertifizierungen pro Jahr in Europa stattfinden zu lassen. Diese werden auf der Website von der BBF angekündigt.

Jeder kann den Antrag auf eine Zertifizierung stellen.

Für weitere Fragen bezüglich Zertifizierungen oder Zertifizierungsprozessen kontaktieren Sie bitte Herrn Larry Hansen unter der Kontaktadresse: larry@bedbugfoundation.org